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10.10.2016

6 Männer von Todesstrafe bedroht

Der ägyptische Verteidigungsminister hat die Todesurteile gegen sechs Zivilisten ratifiziert, welche von einem Militärgericht ausgesprochen wurden. Dem Urteil gingen Verschwindenlassen, Folter und Misshandlungen voran.

Die Urteile wurden von dem Militärgericht im letzten Mai im Zuge des Falles 174 (2015) ausgesprochen und am 21. August ratifiziert. Die Männer wurden am 15. und 21. September über die Urteile informiert.

Nach ägyptischem Recht haben diese nun 60 Tage Zeit, um gegen das Urteil vor einem höheren Gericht in Berufung zu gehen. Im Falle einer erneuten Verurteilung droht den Männern die Todesstrafe, sollte der Präsident nicht Amnestie gewähren.

Bei den Verurteilten handelt es sich um Abdul Basir Abdul Rauf, Mohamed Fawzi Abd al-Gawad Mahmoud, Reda Motamad Fahmy Abd al-Monem, Ahmed Mustafa Ahmed Mohamed, Mahmoud al-Sharif Mahmoud und Ahmed Amin Ghazali Amin.

Vorwürfe der Männer bezüglich Verschwindenlassens, Folter und Misshandlung wurden gerichtlich nicht weiter verfolgt.

Amnesty International fordert eine erneute Untersuchung und ein faires Gerichtsverfahren für die Fälle vor einem Zivilgericht sowie die unparteiliche Untersuchung der Foltervorwürfe und des Verschwindenlassens. Des Weiteren fordert Amnesty International die ägyptische Regierung zu einem Moratorium als erster Schritt zur Abschaffung der Todesstrafe auf.

Unterstützt mit dieser Urgent Action die Forderungen von Amnesty International. Bitte versendet keine Appelle mehr nach dem 14. November 2016.

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