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15.11.2016

Verfahren erneut verschoben

Das Verfahren gegen den Fotojournalisten "Shawkan" ist erneut verschoben worden und soll nun am 27. Dezember stattfinden. Die konstruierte Anklage gegen Shawkan steht im Zusammenhang mit seiner journalistischen Tätigkeit und könnte im Falle einer Verurteilung mit der Todesstrafe enden.

Eine Veränderung ist die gerichtliche Anordnung einer medizinischen Untersuchung Shawkans, nachdem zwei weitere Angeklagten auf Grund gleicher gesundheitlicher Umstände aus der Haft entlassen wurden. Angaben des Anwalts Karim Abdelrady zu Folge leiden die beiden entlassenen Angeklagten wie Shawkan an Hepatitis C. Shawkans Rechtsbeistände wollen nun auch eine Freilassung Shawkans aus gesundheitlichen Gründen anstreben.

Der ägyptische Presseverband hat einer Kommission am 2. November eine Amnestie-Liste mit 29 inhaftierten Journalist_innen, darunter auch Shawkan, vorgelegt. Die Kommission war auf Initiative des Präsident Abdel Fattah al-Sisi zur Überprüfung von Personen in Untersuchungshaft oder "Präventivhaft" gebildet worden. Die Dauer von Shawkans Untersuchungshaft verstößt gegen die nach Paragraf 143 der ägyptischen Strafprozessordnung zulässigen zwei Jahre.

Die Arbeitsgruppe für willkürliche Inhaftierungen hatte am 21. Oktober dem UN-Menschenrechtsrat ihre Einschätzung zum Fall Shawkan dargelegt. Sie betrachtet die Festnahme und Gefangenschaft Shawkans als willkürlich und rechtswidrig und fordert eine umgehende Freilassung und ein einklagbares Recht auf Entschädigung.

Amnesty International fordert die sofortige Freilassung Shawkans und seine umgehende medizinische Versorgung.

Unterstützt mit dieser Urgent Action die Forderungen von Amnesty International. Bitte versendet keine Appelle mehr nach dem 19. Dezember 2016.

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